Beitrag 34: Teamleitung als Organisationseinheit – ein Paradigmenwechsel

Margret von Langendorff
(Schulleitung der Helene-Engelbrecht Berufsschule, Braunschweig)

Eine Schule zu einem funktionierenden Unternehmen zu entwickeln gehört für mich zu einem der wichtigsten Aufträge als Schulleiterin und bedingt meine Führungsaufgaben.

Ich bin davon überzeugt, dass Schulen den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen und Dynamiken anzupassen sind und ihnen entsprechen müssen. Entsprechend befinden sich die Schulen in ständigen Veränderungsprozessen.

Die Schule wird so zu einer lernenden Organisation gemacht. Die Pädagogik entspricht damit schon lange nicht mehr einer nur fachlich-inhaltlichen Wissensvermittlung, sondern stellt sich den personellen, strukturellen und funktionalen Herausforderungen einer modernen Schule. Die Schulleitung wirkt auf eine gemeinsame Entwicklungsarbeit, Mitbestimmung und Mitwirkung aller Lehrkräfte und bedingt auch auf die SchülerInnen.

Für den Schulalltag bedeutet die Ausrichtung auf eine lernende Organisation hohe Führungsverantwortung in unterschiedlichen Organisationseinheiten. Dazu benötigt es ein gemeinsames und offenes Reflektieren und Kooperieren über die zu treffenden Entscheidungen und deren komplexen Wirkungsgeflechte.

Ein für uns gelungener Schritt in Richtung lernende Organisation wurde mit der Einführung von Teamstrukturen getan. Teams und ihre Teamleitungen sind heute in Teilen selbstverantwortliche Organisations- und Führungseinheiten geworden, die neben der klassisch-hierarchischen Schulorganisation mitgestalten, flexibel sind und eigenständig Entwicklungen voranbringen können, bspw. in der Methodenentwicklung. Teamleitungen übernehmen vor allem Führungsverantwortung gegenüber den anderen Lehrkräften, den SchülerInnen und der Schulleitung.
Oder sie führen Planungen gemeinsam durch, teilweise auch mit den SchülerInnen, und stellen sich jährlichen Schülerbefragungen. So wird auch ein Teil der Kennzahlen generiert, über die Teams mit  Zielvereinbarungen gesteuert werden. Wir bilden damit nicht nur moderne Unternehmen ab, sondern zeigen den SchülerInnen auch, was es bedeutet, Teams als Vorbild zu haben.
All dies sind Innovationen, die der Organisation der Schule gut tun, wenngleich teamorientierte Veränderungsprozesse die Schulleitung vor immer wieder große Herausforderungen stellt.

Künftige Herausforderungen für mein Kollegium und mich sehe ich dort, wenn es darum geht noch stärker als Berater der Schüler zu agieren. Denn die Lehrkräfte müssen heute noch differenzierter auf die Persönlichkeiten der jungen Menschen eingehen können, um deren Potentiale zu fördern und sie auf eine sozio-ökonomisch sowie beruflich immer differenziertere, komplexere Gesellschaft vorzubereiten. Das heißt, die Schule sollte mit ihrem pädagogischen Konzept die gesellschaftliche Realität abbilden.

Zusammengefasst sehe ich meine Führungsaufgabe darin, gemeinsam mit der Lehrerschaft und im Austausch mit den SchülerInnen die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen außerhalb der Schule in unsere lernende Organisation aufzunehmen, um die SchülerInnen mit einem attraktiven Angebot bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten.

Margret von LangendorffZur Person:

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